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Herzlich Willkommen in Riestedt |
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Riestedt zählt heute ca. 1.590 Einwohner. Der Ort war aufgrund seiner geografischen Lage schon immer ein Verkehrsknotenpunkt. Hier an den südöstlichen Ausläufern des Harzes kreuzen sich 2 Lebensadern. Das ist zum einen die Handelsstraße von Kassel nach Halle und zum anderen der Handelsweg Erfurt-Magdeburg.
Der Ursprung der Besiedlung Riestedts ist der Bereich um die altehrwürdige St.-Wigberti-Kirche, der durch einen Wall und Mauern befestigt war. Die Befestigung des Ortes spielte auch in der Folgezeit eine wichtige Rolle. So wurden im Zuge der Ortserweiterung drei bewachte Tore gebaut, die kontrollierten Zugang gewährleisteten.
Aus wirtschaftlicher Sicht wurde Riestedt durch Eisenerzabbau und Kohlebergbau bzw. durch die Existenz einer Mineralquelle geprägt.
Die Franken brachten das Christentum und errichteten dazu in der Mitte des 8. Jh. auch eine Missionskirche in Riestedt. Deshalb wird Riestedt schon sehr früh, kurz nach der Kirchengründung im Jahre 777, erwähnt.
Im Jahre 1750 wird erstmalig die eisenhaltige Mineralquelle erwähnt, deren Existenz, dank jahrelanger Bemühungen des Sangerhäuser Justizrates Wilhelm Eisenhuth, zur Anerkennung als Badeort führte.
Die gesundheitsfördernden Werte des Brunnens lagen höher als die des damals schon bekannten Bad Lauchstädter Brunnens. Der aufblühende Kurbetrieb wurde leider im Jahre 1837 jäh beendet, da aufgrund des Kohleabbaus östlich Riestedts die mineralhaltigen Wasseradern unterbrochen wurden und die segensreiche Quelle versiegte.
Zeugen dieser Zeit sind das Gasthaus "Brunnenschlößchen" und die als Kurpromenade geschaffene Lindenstraße.
Die historisch gewachsene Struktur ist im wesentlichen bis heute erhalten und eröffnet dem aufmerksamen Besucher interessante Einblicke in die Geschichte der Region. Im Jahre 1972 beging Riestedt auf eindrucksvolle Art sein 1200jähriges Jubiläum.
In den letzten Jahren ist viel Neues und Schönes entstanden. Besonders bemerkenswert sind hierbei Neueindeckungen von Dächern, die Vielfalt und Farbenfreudigkeit von Häuserfassaden, sowie belebende Außen- und Parkanlagen.
Die Turnhalle der Riestedter Sekundarschüler wurde 1999 grundhaft saniert. Ein neues Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Riestedt entstand im ehemaligen polytechnischen Zentrum der Schule. Dieses Gebäude wird auch vom Bügermeister, vom neu gegründeten Heimat- und Geschichtsverein und von der Ortsgruppe der Volkssolidarität genutzt. In dem renovierten Haus konnte auch die Bibliothek neue Räumlichkeiten beziehen.
Darüber hinaus wuchsen am Rosentaler Weg und am Festplatz Eigenheimsiedlungen ganz individueller Art. Erholung vom Alltagsstreß und den beruflichen Belastungen findet die Mehrheit der Bevölkerung in dem sehr aktiven Vereinsleben der Gemeinde. | 
[ Weitere Bilder von Riestedt ]
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